Unsere Themen

2019: Mut

Vom 5.-22. September 2019 beschäftigt sich das Literaturfest Niedersachsen mit dem Thema „Mut“, das seit jeher mit herausragender Kunst einhergeht: ob hervorgerufen durch den Widerstand gegen bestehende Machtverhältnisse oder durch das Wagen von etwas Außergewöhnlichem. Die Auseinandersetzung mit mutigen Künstlern und mutiger Kunst bietet vielfältige Anknüpfungspunkte: von politisch couragierten Literaten über abenteuerlustige Schriftsteller bis hin zu revolutionären Werken, die es schafften, die Grenzen von „Mut“ neu zu definieren.

2018: Beziehungen

Vom 6. bis 23. September 2018 widmete sich das Literaturfest Niedersachsen dem Thema „Beziehungen“. Natürlich beschäftigten sich viele der literarischen Texte mit zwischenmenschlichen Beziehungen: Freundschaft, Liebesbeziehungen oder die Verbindung zwischen Eltern und ihren Kindern standen im Zentrum. Aber auch gegensätzliche Aspekte wie Trennungen oder Liebeskummer spielten eine Rolle. Daneben thematisierte das Festival auch geheime, komplizierte oder gar sträfliche Beziehungen wie die zu Objekten, beispielsweise zum teuren Sportwagen oder dem liebevoll gepflegten Garten.

2017: Raum

Seit Jahrhunderten grübeln Philosophen, Astronomen und Physiker über das Thema "Raum". Albert Einstein hat zum Beispiel bewiesen: Die Erde dreht sich nur deshalb um die Sonne, weil die Masse der Sonne den Raum krümmt.

Die Autoren, Schauspieler und Sprecher des Literaturfestes Niedersachsen betrachteten das Thema "Raum" jedoch aus einer etwas anderen – einer literarischen – Perspektive. So drehte sich alles um Fragen, wie „Wie wird unser Verhalten durch den Raum beeinflusst, in dem wir leben?“, „Wie gehen wir mit der Tatsache um, dass weltweit etwa 60 Millionen Menschen aus ihrem Lebensraum flüchten mussten“ und „Wie viel Zeit verbringen wir heutzutage eigentlich im Internet – also im virtuellen Raum?“.

2016: Leidenschaft

„Durch die Leidenschaft lebt der Mensch, durch die Vernunft existiert er bloß.“, so sah es jedenfalls der französische Dramatiker Nicolas Chamfort.

Die vollkommene Hingabe ist oft Triebfeder für viele große Werke der Literatur. Vielleicht, weil diese flammende Begeisterung einen Sog ausübt, dem auch Literaten sich nur schwer entziehen können.

2015: Abenteuer

Das Motiv des Abenteuers ist so alt wie die Literatur selbst und begeistert sein Publikum von der Antike über das Mittelalter bis in die moderne Zeit in jedem Kulturkreis. Es wird zwischen realen und fiktiven Abenteuern unterschieden, wobei die fiktiven Abenteuer häufig die realen Abenteuer beeinflusst haben. So eiferten Entdeckungsreisende dem Vorbild bekannter literarischer Helden nach, die ritterliche Taten vollbringen (z.B. Don Quijote). Umgekehrt beeinflussten viele reale Abenteuer auch die fiktiven Geschichten. 1840 heuerte z.B. Herman Melville auf dem Segelschiff „Acushnet“ an und fuhr als tranjagender Walfänger vier Jahre lang durch den Pazifik ehe er sein weltberühmten „Moby Dick“ schrieb.

2014: Glück

Die Sehnsucht, das Streben und die Suche nach Glück beschäftigen die Menschen seit alters her. Der Glücksbegriff der Antike ist jedoch ein anderer als jener des Mittelalters, der wiederum nicht mit dem der Neuzeit übereinstimmt. Der Ursprung unseres Wortes „Glück“, dessen Herkunft ab dem 12. Jh. bezeugt ist, konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Seine Bedeutung in der heutigen Verwendung changiert zwischen dem „Zufallsglück“ (Glück haben), den „glücklichen Momenten“ und dem„Lebensglück“ (glücklich sein).

2013: Freundschaft

„Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern“, sagte Aristoteles und tatsächlich scheint die Sehnsucht nach Freunden so alt zu sein wie die Menschen selbst. In der Antike spielte Freundschaft schon eine große Rolle und verschiedene Philosophen dieser Epoche haben sich mit ihr beschäftigt, u. a. eben Aristoteles und Cicero. Im 18. Jahrhundert wurde der Freundschaft eine besondere Bedeutung beigemessen – und sie wurde überschwänglich geschildert.

2012: Freiheit

Frei wie ein Vogel - Dieser Gedanke weckt Sehnsüchte, vermittelt das Gefühl von Leichtigkeit und den Wunsch einfach irgendwohin aufzubrechen, nur vom eigenen Willen geleitet. Der Vogel in den Lüften – eines der zentralen Symbole für Freiheit.
Die Bewegungsfreiheit, die freie Meinungsäußerung und die Möglichkeit der eigenen individuellen Entfaltung gehören zu unserem demokratischen Selbstverständnis. Doch wo fängt Freiheit an und wo sind ihre Grenzen? Oder ist „Freiheit“ - selbst in einer Demokratie - eine Utopie?

2011: Die Zeit

Was ist Zeit? Gibt es sie überhaupt, und wenn, dann seit wann? Wie spät war es am Anfang? Zunehmende Zeitsensibilität ist ein Symptom für das Fortschreiten unseres Zivilisationsprozesses. Vieles, vielleicht zu viel, dreht sich um die Zeit. Dabei gehört das Fragen nach der Zeit zu den ungelösten Urfragen der Menschen. Es wird sowohl überlegt, was Zeit überhaupt sei, als auch, was wir mit ihr anfangen sollen, wie auch was die Zeit inzwischen mit uns anstellt.

2010: Das Fest

Festlich ging es zu beim 5. Literaturfest Niedersachsen der VGH-Stiftung – schließlich feierte die Stiftung ihren 10. Geburtstag. Als unkonventionelle und inspirierende Austragungsorte für die „Festgelage“ dienten die Galerie Herrenhausen ebenso wie das Einbecker Rathaus, die theo in Bremerhaven und das Wolfsburger phaeno, die Hapag-Hallen in Cuxhaven oder das Fagus-Werk in Alfeld. Prächtige Kulissen also für Mittelaltergelage und Vermählungszeremonien, 20er-Jahre-Partys und Familienzusammenführungen, für eine Hommage an Science-Fiction-Genie Ray Bradbury, für Disko-Poesie und Poetry-Slam.

2009: Die Nacht

Beim Literaturfest Niedersachsen der VGH-Stiftung 2009 wurden Autoren und Schauspieler zu Nachtschwärmern, Renommierte Künstler und Sprecher verwandelten die Festivalbesucher in nocturne Abenteurer, Romantiker und Traumreisende. Ein vielfältiges Programm beleuchtetete die „andere Seite des Tages“, hochkarätige Schauspieler, Sprecher und Autoren wie Martina Gedeck, Silke Scheuermann, Tobias Meister, Christian Quadflieg, Urs Widmer und Daniel Minetti, Julia Hansen und Heikko Deutschmann bereicherten das Festival.

2008: Aufbruch

Das Literaturfest Niedersachsen der VGH-Stiftung stand 2008 ganz im Zeichen des „Aufbruchs“: Autoren, Schauspieler und Musiker lasen und interpretierten eigene und fremde Texte zum Thema und kamen ins Gespräch: Pilger, Panzerknacker, Auswanderer und Entdecker berichteten ganz Unterschiedliches von ihren Aufbrüchen. Die Veranstaltungen bereicherten das Land, namhafte Künstler wie Christian Brückner, Hansi Jochmann, Hans Peter Hallwachs und Martina Gedeck waren beteiligt.

2007: Zwischen Himmel...

Ausgesuchte Veranstaltungen fanden an schönen und dem Thema „Zwischen Himmel und Erde“ entsprechenden Orten statt: Die Villa von Issendorff in Himmelpforten wurde zum himmlischen Lesungsort, schaurig-romantisch wurde es im Mausoleum des Schlosses Etelsen, der Luftfahrt und dem Fliegen widmeten sich die Veranstaltungen im Aeronauticum in Nordholz und im Airport Bremen.

2006: Die Liebe

Mit der Liebe beschäftigte sich das Literaturfest Niedersachsen der VGH-Stiftung im Jahr 2006. In 22 Veranstaltungen in Niedersachsen und Bremen präsentierten Autoren und Schauspieler die „Liebes-Geschichten“ aktueller und klassischer Werke bei Autorenlesungen, szenischen Lesungen und Gesprächen. Schauspieler wie Anna Thalbach, Christian Brückner oder André Eisermann erzählten Geschichten über die Liebe, Autoren wie Büchner-Preisträger Wilhelm Genazino, Hans Pleschinski, Sibylle Mulot und Michael Lentz lasen eigene Texte.