Autoren über Mut:

Schreibt uns eure Gedanken zum Thema „Mut“ – darum baten wir die sechs jungen Autoren, die bei der Wandelveranstaltung „Eigene Wege gehen“ am 6.9.2019 auf dem Hermannshof in Springe beteiligt waren.

Den Anfang macht der Text von Annika Scheffel:

 

(Mut

ist Definitionssache

und für jeden etwas anderes.)

 

Für mich

besteht Mut nicht unbedingt

in großen Taten oder Worten.

sondern den richtigen

im richtigen Moment.

Ohne Rücksicht auf Verluste,

und trotz Nebenwirkungen und Folgen und entgegen der eigenen

Bequemlichkeit.

 

Mut ist,

den Mund aufzumachen,

sich einzumischen,

im Großen und im Kleinen,

immer,

wenn im Hass gesprochen

oder gehandelt

wird.

 

Ist,

da hinzugehen, wo weggesehen wird.

 

Ist,

daran zu glauben, dass wir es noch rumreißen können,

im Speziellen und auch so ganz allgemein:

dieses Riesending von Gegenwart,

so dass sie für alle lebenswert ist,

heute und in der Zukunft.

 

Mut ist,

richtig zu handeln,

egal, was die anderen tun.

Und richtig, das bedeutet in diesem Fall das Grundsätzlichste:

Menschlich

und zwar im besten Sinne des Wortes.

 

Ich wünsche uns allen Mut,

der weiter reicht,

der mehr umfasst,

als unser eigenes Ego.