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Eigene Wege gehen

Hermannshof, Röse 33, 31832 Springe-Völksen
Freitag 06.09.2019, 18:30 Uhr – 21:30 Uhr
10 – 15 €

Unsere Partner

VGH Regionaldirektion Hameln
Kunst und Begegnung Hermannshof e.V.
Kulturkreis Springe e.V.

Auch in diesem Jahr lädt das Literaturfest Niedersachsen auf den Hermannshof in Völksen zu einer Wandellesung ein. An drei Stationen, zwischen Obstbäumen und Wiesen, Steinbruch und Teepavillon, bitten sechs junge Autoren zu jeweils 20-minütigen Lesungen aus ihren (Debüt-) Romanen – allesamt Geschichten über Mut und Selbstbestimmung, über Menschen, die die Grenzen gesellschaftlicher Konventionen durchbrechen.

Katharina Adler, Philipp Böhm, Helene Bukowski, Bijan Moini, Hendrik Otremba und Annika Scheffel lesen von der Emanzipation einer Frau, die als Sigmund Freuds „Fall Dora" berühmt wurde, und von eigenwilligen Mädchen, die im wahrsten Sinne ihre Milchzähne verlieren. Sie schicken die Protagonisten ihrer Roadnovels – Sonderlinge und Außenseiter – durch surrealistische Landschaften auf der Suche nach verschwundenen Freunden und sich selbst. Oder sie erzählen von jungen Rebellen zukünftiger Welten, die gegen die Absurdität von Reality-Shows oder die Totalüberwachung durch eine künstliche Intelligenz aufbegehren.

Zwischen den Stationen können die Gäste durch den weitläufigen Park flanieren und die Erzählungen über widerständige, freiheitsliebende Romanhelden auf sich wirken lassen. Mit der Lesung endet für die Schriftsteller eine dreitägige Literaturwerkstatt auf dem Hermannshof.


Die Veranstaltung findet auch bei Regen statt. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen.

Katharina Adler, Foto: Christoph Adler

Katharina Adler studierte Amerikanische Literaturgeschichte und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie ist die Mitbegründerin von „Adler& Söhne Literaturproduktion“ in Berlin und schreibt Prosa, Essays, Drehbücher und Theaterstücke. Für den Debütroman „Ida“ über die Figur ihrer Urgroßmutter erhielt sie das Literaturstipendium des Freistaats Bayern.

Philipp Böhm, Foto: Nane Diehl

Philipp Böhm studierte Germanistik und Politikwissenschaft in Jena und Bremen. „Schellenmann" ist sein Romandebüt. Beim „open mike"- Wettbewerb war er 2016 unter den Finalisten. Er ist Mitglied der Redaktion des Literatur- und Kulturmagazins metamorphosen und arbeitet für das Kreuzberger Literaturhaus Lettrétage.

Helene Bukowski, Foto: Rabea Edel

Helene Bukowski studiert zurzeit Literarisches Schreiben und Lektorieren in Hildesheim. Sie gab die Zeitschrift „BELLA triste“ mit heraus und ist Co-Autorin des Dokumentarfilms „Zehn Wochen Sommer“, der 2015 den Grimme Sonderpreis Kultur erhielt. „Milchzähne“ ist ihr erster Roman.

Bijan Moini, Foto: Thomas Friedrich Schäfer

Bijan Moini ist promovierter Jurist, Politologe und Bürgerrechtler. Nach dem Referendariat  arbeitete er als Rechtsanwalt in einer Berliner Wirtschaftskanzlei, bis er kündigte, um seinen Roman „Der Würfel“ zu schreiben. Heute arbeitet er bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte in Berlin. Er befasst sich mit Fragen von Freiheitsrechten, Überwachung und Datenschutz.

Hendrik Otremba, Foto: Kat Kaufmann

Hendrik Otremba wurde im Ruhrgebiet geboren und lebt heute in Berlin. Er ist Schriftsteller, bildender Künstler und Sänger der Gruppe „Messer", außerdem arbeitet er als Dozent für kreatives Schreiben. 2017 ist sein Debütroman „Über uns der Schaum" erschienen. Für die Arbeit an „Kachelbads Erbe" wurde Hendrik Otremba im Jahr 2018 durch das Arbeitsstipendium für Literatur des Berliner Senats gefördert.

Annika Scheffel, Foto: Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag

Annika Scheffel studierte Angewandte Theaterwissenschaft und lebt heute als Prosa- und Drehbuchautorin in Berlin. Für ihre Arbeiten, die für ihre überbordende Erzählfreude und ihren Sprachwitz gelobt werden, wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Robert-Gernhardt-Preis 2015. Zuletzt erschien ihr dritter Roman „Hier ist es schön“.

Hermannshof, Foto: Eckhart Liss
Spielstätte Hermannshof, Röse 33, 31832 Springe-Völksen
Der Hermannshof ist benannt nach seinem Erbauer, dem Möbelfabrikanten Hermann Rexhausen. Bernhard Hoetger gestaltete 1920 das Anwesen mit einem weitläufigen Park. Hier macht der Verein "Kunst und Begegnung" Kunst von heute mit Jungen und Alten, mit Vereinen und Schulen, für Dörfler und Städter und pflegt sein historisches Erbe: Hermann Rexhausens Traum vom friedvollen Sommersitz, Bernhard Hoetgers Vision vom Gesamtkunstwerk aus Landschaft, Kunst und Bauwerk. Das Heitere, das dieser historische Sommersitz noch heute versprüht, schafft Sinneslust und Geistesglück für Muße und Zeit, für Kunst und Begegnung mit Künstlern und Kunstfreunden. Der Hermannshof ist Niedersächsisches Kulturdenkmal.
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