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Festival-Finale: Von Pionieren und Entdeckern

Marinefliegerstützpunkt, Peter-Strasser-Platz 1, 27639 Nordholz
Sonntag 22.09.2019, 17:00 Uhr – 19:00 Uhr
18 – 22 €

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Marinefliegerstützpunkt Nordholz
Förderverein Deutsches Luftschiff- und Marinefliegermuseum Nordholz e.V.
Landkreis Cuxhaven

Es ist eine Grundfrage der Menschheit: Warum bleiben wir nicht dort, wo wir sind? Warum zieht es uns stets fort in unerforschte Räume? Von den ersten Menschenaffen, die von den Bäumen stiegen, Odysseus’ Fahrt nach Ithaka oder die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus über die Flugversuche Otto Lilienthals bis zur bemannten Mondlandung vor 50 Jahren: Alle diese Aufbrüche erforderten Mut. Doch der Antrieb, trotz möglicher Gefahren ins Unbekannte aufzubrechen, ist tief im Menschen verwurzelt. Und er hat seine Spuren auch in der Literatur hinterlassen: Homer, Daniel Defoe, Joseph Conrad, Michael Ende, Graham Greene, Antoine de Saint-Exupéry, Gabriel García Márquez, Sten Nadolny, Arthur C. Clarke – sie alle erzählen davon.  

Zum Festivalfinale lädt das Literaturfest Niedersachsen ein in die beeindruckende Kulisse des Marinefliegerstützpunkts Nordholz. In einem riesigen Hangar, zwischen Flugzeugen und Hubschraubern, lesen die Sprecherin Birgitta Assheuer und der Schauspieler Jens Harzer aus diesen packenden Reiseberichten ins Unbekannte. Gemeinsam mit Bardo Henning am „Schifferklavier“ und Cornelia Ottinger am Saxophon verweben sie die von Ulrich Woelk zusammengestellten Texte zu einer literarisch-musikalischen Gesamtinszenierung von Fernweh und Pioniergeist, die die Zuschauer im Geiste mitreisen und mitfiebern lässt.

Birgitta Assheuer, Foto: Alexander Paul Englert

Birgitta Assheuer ist Sprecherin in Radio und Fernsehen für ARD, ZDF, 3sat, arte, Deutschlandfunk und ORF. Als Erzählstimme hört man sie in Kinoproduktionen, Kultursendungen (wie „Kulturzeit” und "ttt“) und TV-Dokumentationen. Zudem ist sie eine beliebte Hörbuchsprecherin und tritt bei großen Literaturfestivals als Rezitatorin auf.

Jens Harzer, Foto: Thomas Dashuber

Jens Harzer spielte u.a. an den Münchner Kammerspielen und bei den Salzburger Festspielen. Er arbeitete mit Peter Zadek, Michael Verhoeven und Wim Wenders. Dem TV-Publikum ist er v.a. als geheimnisvoller Arzt in "Babylon Berlin" bekannt. Seit 2009 gehört Harzer zum Ensemble des Thalia Theaters Hamburg. 2008 und 2011 wurde er zum Schauspieler des Jahres gewählt. Für seine Rolle im „Tatort – Amour fou“ erhielt er den Hessischen Fernsehpreis 2017. Seit März diesen Jahres ist Jens Harzer neuer Träger des Iffland-Rings.

Bardo Henning, Foto: Johanna Walther

Bardo Henning, Pianist und Akkordeonist, trat international in unterschiedlichen Formationen – wie dem Quartett „Serene“, dem „Experimenti Berlin Orchestra“ oder im Duo mit Albert Mangelsdorff – auf. Seine Kompositionen wurden bei den Donaueschinger Musiktagen und zum Tag der deutschen Einheit aufgeführt. Seit 1998 spielt er mit seinem Trio „Bardomaniacs“ urbane Folklore.

Cornelia Ottinger, Foto: Elmar Kunert

Cornelia Ottinger spielte als Saxophonistin u.a. beim WDR Köln, Nationaltheater Mannheim und Helios Theater Hamm. Sie ist Gründungsmitglied des „Süddeutschen Saxophon Kammerorchesters” und leitet seit 1999 das Berliner „Moving Home Ensemble“.  Außerdem ist sie Teil des Trios „Bardomaniacs“.

Ulrich Woelk, Foto: Bettina Keller

Ulrich Woelk war als Astrophysiker tätig, bevor er das Schreiben zum Beruf machte. Sein Debütroman „Freigang“ wurde mit dem Aspekte-Literaturpreis 1990 ausgezeichnet. Seither veröffentlicht Woelk Romane, Theaterstücke und Hörspiele – zuletzt den Roman „Der Sommer meiner Mutter“ über einen Jungen, der 1969 der ersten bemannten Mondlandung entgegenfiebert.

Foto:  Rene Spielmann
Spielstätte Marinefliegerstützpunkt, Peter-Strasser-Platz 1, 27639 Nordholz
Bereits vor 128 Jahren kamen die ersten Marineeinheiten nach Cuxhaven, das Militär erwies sich in den Folgejahren als ein starker Antrieb für die Entwicklung Cuxhavens. Die Geschichte der Militärfliegerei auf dem heutigen Marinefliegerhorst Nordholz ist eine der längsten in ganz Niedersachsen. Die Nutzung als Flugplatz begann bereits 1912, riesige Hangars boten mehreren Zeppelinen Platz. Heute ist der Stützpunkt Nordholz die Heimat aller Marineflieger, rund 2.500 Menschen – Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeiter – arbeiten hier.
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