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Familienbande – von Rabeneltern und Geschwisterliebe

Hermannshof, Röse 33, 31832 Springe-Völksen
Freitag 07.09.2018, 18:30 Uhr – 21:30 Uhr
10 – 15 €

Unsere Partner

VGH Regionaldirektion Hameln
Kunst und Begegnung Hermannshof e.V.
Kulturkreis Springe e.V.

Manche Beziehungen begleiten uns von Kindesbeinen an und prägen unser ganzes Leben. Auf dem Hermannshof in Völksen, einem Sommersitz aus den 1920er Jahren, der sich noch heute in Familienbesitz befindet, laden sechs Autoren zu einem Leseparcours ein, der sich um ganz besondere Bande dreht: die der Familie. Mit der Lesung endet für die Schriftsteller eine dreitägige Literaturwerkstatt auf dem Hermannshof.

Jens Eisel, Stefan Etgeton, Paula Fürstenberg, Christopher Kloeble, Nele Pollatschek und Nadja Schlüter lesen vom Schicksal, eine Familie zu haben oder eben auch keine, von der engen Verbundenheit zwischen Geschwistern, von geteilten Kindheitserinnerungen und Tragödien, die das Leben ganzer Generationen überschatten. Sie erzählen die komisch-berührende Geschichte zweier Brüder, von denen der gesündere am Ende der Verlorene ist, während der beschädigte sein Glück findet, und stellen sich die Frage, wie es ist, wenn man ohne Vater aufwächst.
An drei Stationen laden die Schriftsteller zu 40-minütigen Lesungen ein. Dazwischen besteht die Möglichkeit, das malerische Anwesen mit seinem weitläufigen Park zu erkunden.

Die Veranstaltung findet auch bei Regen statt. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen.

Jens Eisel, Foto: Melina Mörsdorf

Jens Eisel lebt in Hamburg. Nach einer Schlosserausbildung studierte er am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und war 2013 Finalist beim Literaturpreis Prenzlauer Berg. Mit seiner Story „Glück“ gewann er im selben Jahr den Open Mike. 2014 erschien sein Kurzgeschichten-Band „Hafenlichter“; „Bevor es hell wird“ ist sein erster Roman.

Stefan Etgeton, Foto: Christoph Mukherjee

Stefan Etgeton studierte Volkswirtschaftslehre in Köln, Warschau, Utrecht und Berlin. 2013 erhielt er den Evangelischen Literaturpreis, beim MDR-Literaturwettbewerb 2014 gewann er den Jury- und den Publikumspreis und bei der Wuppertaler Literatur Biennale 2016 erhielt er den Hauptpreis. Sein zweiter Roman „Das Glück meines Bruders“ erschien 2017 im C.H. Beck Verlag.

Paula Fürstenberg, Foto: Joachim Gern

Paula Fürstenberg studierte nach einem zweijährigen Aufenthalt in Frankreich am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Seither lebt, schreibt und studiert sie in Berlin. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem Hattinger Förderpreis für Junge Literatur und dem Arbeitsstipendium des Landes Brandenburg; 2014 war sie Stipendiatin der Autorenwerkstatt am Literarischen Colloquium Berlin. „Familie der geflügelten Tiger“ ist ihr erster Roman.

Christopher Kloeble, Foto: Jens Oellermann

Christopher Kloeble studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, unter anderem den Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung für das beste Romandebüt 2008 und den ABU-Prize für das beste TV-Drama. Er war Gastprofessor in Cambridge sowie an diversen Universitäten in den USA. 2016 veröffentlichte er sein Familienepos „Die unsterbliche Familie Salz“.

Nele Pollattschek, Foto: Martin Phox

Nele Pollatschek studierte Englische Literatur und Philosophie in Heidelberg, Cambridge und Oxford. Sie arbeitet als Dozentin und promoviert derzeit über das Problem des Bösen in der Literatur. Ihr Debüt „Das Unglück anderer Leute“ wurde mit dem Friedrich-Hölderlin-Förderpreis 2017 ausgezeichnet.

Nadja Schlüter, Foto: Pierre Jarawan

Nadja Schlüter hat an der Universität Bonn Komparatistik studiert. Sie lebt als Autorin und Journalistin in München und schreibt für „jetzt“, das junge Magazin der Süddeutschen Zeitung. Mit „Einer hätte gereicht“ erschien 2017 ihr Prosadebüt bei Voland & Quist.

Hermannshof, Foto: Eckhardt Liss
Spielstätte Hermannshof, Röse 33, 31832 Springe-Völksen
Der Hermannshof ist benannt nach seinem Erbauer, dem Möbelfabrikanten Hermann Rexhausen. Bernhard Hoetger gestaltete 1920 das Anwesen mit einem weitläufigen Park. Hier macht der Verein "Kunst und Begegnung" Kunst von heute mit Jungen und Alten, mit Vereinen und Schulen, für Dörfler und Städter und pflegt sein historisches Erbe: Hermann Rexhausens Traum vom friedvollen Sommersitz, Bernhard Hoetgers Vision vom Gesamtkunstwerk aus Landschaft, Kunst und Bauwerk. Das Heitere, das dieser historische Sommersitz noch heute versprüht, schafft Sinneslust und Geistesglück für Muße und Zeit, für Kunst und Begegnung mit Künstlern und Kunstfreunden. Der Hermannshof ist Niedersächsisches Kulturdenkmal.
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