Bisherige Themen
2011 – „Die Zeit“
Was ist Zeit? Gibt es sie überhaupt, und wenn, dann seit wann? Wie spät war es am Anfang? Zunehmende Zeitsensibilität ist ein Symptom für das Fortschreiten unseres Zivilisationsprozesses. Vieles, vielleicht zu viel, dreht sich um die Zeit. Dabei gehört das Fragen nach der Zeit zu den ungelösten Urfragen der Menschen. Es wird sowohl überlegt, was Zeit überhaupt sei, als auch, was wir mit ihr anfangen sollen, wie auch was die Zeit inzwischen mit uns anstellt.
In den sprichwörtlichen Formulierungen des Alltags ist die Zeit weniger den Erkenntnissen des menschlichen Geistes unterworfen, sondern von zitierenswerter Selbständigkeit: Die Zeit ist noch nicht reif; die Zeit naht auf leisen Sohlen, die Zeit wirft ihre Schatten voraus; die Zeit heilt Wunden; die Zeit ist abgelaufen; die Zeit prägt den Menschen. Aber der Mensch prägt auch die Zeit, und er geht mit ihr um: er hat Zeit; er nimmt sich Zeit; er lässt sich Zeit, er nützt die Zeit; er genießt die Zeit; er verliert die Zeit; er vertrödelt die Zeit. Manchmal schöpft er aus ihrer Fülle; gelegentlich schlägt er sie tot; oft leidet er unter ihrem Druck.
2010 – „Das Fest“
Festlich ging es zu beim 5. Literaturfest Niedersachsen der VGH-Stiftung – schließlich feierte die Stiftung ihren 10. Geburtstag. Als unkonventionelle und inspirierende Austragungsorte für die „Festgelage“ dienten die Galerie Herrenhausen ebenso wie das Einbecker Rathaus, die theo in Bremerhaven und das Wolfsburger phaeno, die Hapag-Hallen in Cuxhaven oder das Fagus-Werk in Alfeld. Prächtige Kulissen also für Mittelaltergelage und Vermählungszeremonien, 20er-Jahre-Partys und Familienzusammenführungen, für eine Hommage an Science-Fiction-Genie Ray Bradbury, für Disko-Poesie und Poetry-Slam.
Bei dieser aufregenden Erlebnisreise durch die Geschichte und die Geschichten vom Feiern trafen Schriftsteller wie Tilman Rammstedt, Dieter Kühn, Tanja Dückers und Clemens Meyer auf Schauspieler wie Anna Thalbach und Heikko Deutschmann und Synchron-Stars wie Detlef Bierstedt (die deutsche Stimme von George Clooney). Gemeinsam entfachten sie ein wahres Literatur-Fest.
2009 – „Die Nacht“
Beim Literaturfest Niedersachsen der VGH-Stiftung 2009 wurden Autoren und Schauspieler zu Nachtschwärmern, Renommierte Künstler und Sprecher verwandelten die Festivalbesucher in nocturne Abenteurer, Romantiker und Traumreisende. Ein vielfältiges Programm beleuchtetete die „andere Seite des Tages“, hochkarätige Schauspieler, Sprecher und Autoren wie Martina Gedeck, Silke Scheuermann, Tobias Meister, Christian Quadflieg, Urs Widmer und Daniel Minetti, Julia Hansen und Heikko Deutschmann bereicherten das Festival.
2008 – „Aufbruch“
Das Literaturfest Niedersachsen der VGH-Stiftung stand 2008 ganz im Zeichen des „Aufbruchs“: Autoren, Schauspieler und Musiker lasen und interpretierten eigene und fremde Texte zum Thema und kamen ins Gespräch: Pilger, Panzerknacker, Auswanderer und Entdecker berichteten ganz Unterschiedliches von ihren Aufbrüchen. Die Veranstaltungen bereicherten das Land, namhafte Künstler wie Christian Brückner, Hansi Jochmann, Hans Peter Hallwachs und Martina Gedeck waren beteiligt.
2007 – „Zwischen Himmel und Erde“
Ausgesuchte Veranstaltungen fanden an schönen und dem Thema „Zwischen Himmel und Erde“ entsprechenden Orten statt: Die Villa von Issendorff in Himmelpforten wurde zum himmlischen Lesungsort, schaurig-romantisch wurde es im Mausoleum des Schlosses Etelsen, der Luftfahrt und dem Fliegen widmeten sich die Veranstaltungen im Aeronauticum in Nordholz und im Airport Bremen.
Religion und Mystik standen ebenfalls auf dem Programm: Martin Urban und Abt Horst Hirschler führten ein Gespräch über Wissenschaft und Religion, der Engelforscher Uwe Wolff erzählte von geflügelten Boten, Arnold Stadler und Hannelore Hoger lasen aus Texten über Gott, die Welt und die Menschen. Auf dem Literaturfest 2007 begegneten dem Publikum außerdem Robert Schneider, Friedrich Ani, Georg Klein, Eva Mattes, Susanne Lothar, Anna Thalbach, Tobias Hülswitt, Christoph Peters und anderen.
2006 – „Die Liebe“ ![]()
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Mit der Liebe beschäftigte sich das Literaturfest Niedersachsen der VGH-Stiftung im Jahr 2006. In 22 Veranstaltungen in Niedersachsen und Bremen präsentierten Autoren und Schauspieler die „Liebes-Geschichten“ aktueller und klassischer Werke bei Autorenlesungen, szenischen Lesungen und Gesprächen. Schauspieler wie Anna Thalbach, Christian Brückner oder André Eisermann erzählten Geschichten über die Liebe, Autoren wie Büchner-Preisträger Wilhelm Genazino, Hans Pleschinski, Sibylle Mulot und Michael Lentz lasen eigene Texte.